Eisschwimmen in Leipzig: Alisa Fatum-Böker trainiert mit den „Leipziger Pinguinen“

Alisa Fatum-Böker vor dem Trainingsstart (Foto F. Müller-Steidner)

Am 4. Januar 2026 trafen sich in Leipzig Spitzensport und Leidenschaft für das kalte Wasser auf besondere Weise: Weltklasseathletin Alisa Fatum-Böker, Mitglied des DSV-Kaders und aktuelle Weltrekordhalterin über 1.000 Meter im Eisschwimmen, absolvierte ein öffentliches Training im Rahmen des traditionellen Eisbade-Treffens des Vereins „Leipziger Pinguine“.  

Die Veranstaltung lockte zahlreiche Schaulustige an das eisige Wasser. Während Fatum-Böker konzentriert an ihrer Form für die Europameisterschaft Anfang Februar in Italien arbeitete, sprangen die „Pinguine“ mit der ihnen eigenen Begeisterung in den eiskalten See. Für sie ist das winterliche Bad längst Tradition – der Verein besteht bereits seit den 1980er-Jahren in wechselnder Form und hat sich als feste Größe in der regionalen Sportszene etabliert. Seit 2012 nehmen die Leipziger Pinguine regelmäßig an Weltmeisterschaften im Winterschwimmen teil und tragen so den sächsischen Teamgeist in die internationale Kälte hinaus.
Auch der Präsident und Geschäftsführer des SSV nutzten das Event zu einem vor Ort-Besuch, um Kontakte zu knüpfen und mehr über den kalten Sport live zu erfahren, während SSV-Mitarbeiterin Annika Thiede die Chance nutzte und mit ins Wasser sprang.

Vom Kälte-Kick zum Leistungssport

Mit der offiziellen Anerkennung des Eisschwimmens als Sportart durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Jahr 2025 und der Zuordnung zum Deutschen Schwimm-Verband (DSV) beginnt ein neues Kapitel für die Sportart. Eisschwimmen ist längst mehr als nur eine Mutprobe – es ist Training, Technik und mentale Stärke bei Wassertemperaturen unter 5 °C.  

Eisbaden und Eisschwimmen unterscheiden sich dabei deutlich:  

  • Eisbaden dauert meist nur wenige Sekunden bis Minuten. Es dient der Gesundheit, der Durchblutungsförderung und dem Gefühl der Erfrischung.
  • Eisschwimmen hingegen ist die sportliche Variante. Hier schwimmen Athletinnen und Athleten Strecken von 25 m bis 1.000 m oder mehr – unter Wettkampfbedingungen und strengen Sicherheitsvorschriften.  

Langfristiges Ziel der internationalen Eisschwimm-Community ist es, die Disziplin als olympische Wintersportart zu etablieren – eine Vision, die auch vom Sächsischen Schwimm-Verband (SSV) aktiv unterstützt wird.

Leidenschaft, Tradition und Zukunft

Die Kombination aus Alisa Fatum-Bökers professionellem Training und der traditionsreichen Begeisterung der Leipziger Pinguine machte diesen Januartag zu einem besonderen Erlebnis. Er steht exemplarisch für die wachsende Bedeutung des Eisschwimmens in Deutschland – zwischen Gesundheit, Gemeinschaft und Hochleistungssport.

Öffentlichkeitsarbeit
Sächsischer Schwimm-Verband
 

Präsident Dr. W. Sperling (re) im Gespräch mit den "Pinguinen" (Foto F. Müller-Steidner)

Eisbadezeit (Foto F. Müller-Steidner)

Training Alisa Fatum-Böker und Mutter (Foto F. Müller-Steidner)