Sächsische Schwimmerinnen und Schwimmer überzeugen bei Deutschen Meisterschaften in Berlin

Staffelgold der Dresdner Schwimmerinnen über 4x200 F (Foto: M. Seifert)

Bei den Deutschen Meisterschaften 2026 in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin präsentierten sich die sächsischen Athletinnen und Athleten in starker Form. Mit mehreren Medaillen, einem deutschen Altersklassenrekord, internationalen Normzeiten und zahlreichen Finalplatzierungen unterstrichen die Vereine aus dem Freistaat ihre Leistungsfähigkeit auf nationaler Ebene.

LSP Chemnitz mit Gold, Rekord und starken Nachwuchsleistungen

Der SC Chemnitz setzte mit Yara Fay Riefstahl (Jg. 2008) das größte Ausrufezeichen der sächsischen Mannschaft. Sie gewann Gold über 200 m Schmetterling in 2:12,42 Minuten mit Bestzeit sowie Silber über 100 m Schmetterling in 0:58,23 Minuten.

Dabei stellte sie über 100 m Schmetterling einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf und erfüllte zugleich die EM- sowie JEM-Norm. Bronze über 50 m Schmetterling (0:26,70) rundete ihren herausragenden Auftritt ab.

Einen weiteren Titel für den SC Chemnitz sicherte sich Lise Seidel über 100 m Rücken. Dabei ist ihr Ergebnis besonders vor dem Hintergrund ihrer aktuellen Belastung einzuordnen: Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen sowie der parallellaufenden Abiturvorbereitung verzichtete sie auf weitere Starts.

Julia Ackermann belegte Platz 6 über 400 m Freistil, musste danach jedoch verletzungsbedingt ihre weiteren Starts absagen.

Starke Nachwuchsleistungen zeigten zudem Mattheo Straßburger, Melina Nitschke, Mika Kovacs, Lieselotte Nagel und Karla Brosche mit zahlreichen Finalteilnahmen, Bestzeiten und Top-10-Platzierungen.

 

Dresdner SC mit Gold, Medaillen und EM-Norm

Für ein weiteres herausragendes Ergebnis sorgte der Dresdner SC mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel der Damen in der Besetzung Hannah Victoria Bürger, Leni von Bonin, Helena Göde und Maya Tobehn, die in 3:52,48 Minuten souverän die Goldmedaille gewannen.

Erfolgreichste Einzelstarterin aus Dresden war Maya Tobehn mit Silber über 50 m Schmetterling (0:26,67) und Bronze über 100 m Schmetterling (0:59,20). Zudem erreichte sie Platz 4 über 200 m Freistil (1:58,73, EM-Norm) sowie Platz 8 über 50 m Freistil.

Leni von Bonin gewann Bronze über 200 m Schmetterling (2:14,04) und belegte 3 vierte Plätze über 400 m Lagen, 800 m Freistil und 200 m Lagen.

Bei den Männern überzeugten Arian Wüstenhagen (Platz 4 über 50 m Brust, Platz 7 über 200 m Schmetterling) sowie sein jüngerer Bruder Aurel Wüstenhagen (Platz 8 über 200 m Schmetterling).

 

SSG Leipzig mit Rückenstärke und Podestplatz

Auch die SSG Leipzig trug mit starken Leistungen zum erfolgreichen sächsischen Gesamtauftritt bei. Besonders erfolgreich war Mitja Bauer, der über 100 m Rücken in 0:54,91 Minuten die Bronzemedaille gewann und dabei sowohl die EM- als auch die JEM-Norm erfüllte. Über 50 m Rücken belegte er zudem einen starken 5. Platz und bestätigte damit seine gute Form auf den Rückenstrecken.

Für das zweite Leipziger Highlight sorgte Louis Schubert, der über 200 m Schmetterling in einem starken Rennen die Bronzemedaille gewann und damit einen Podestplatz für die SSG Leipzig sicherte.

Vor dem Hintergrund der karrierebedingten Abgänge von David Thomasberger und Marek Ullrich sowie dem Vereinswechsel von Timo Sorgius sind die aktuellen Leistungen der Leipziger Athleten besonders hoch einzuschätzen. Die Ergebnisse von Mitja Bauer und Louis Schubert unterstreichen, dass sich in der SSG Leipzig eine neue, erfolgversprechende Generation im Aufbau befindet, die bereits auf nationalem Niveau konkurrenzfähig ist und Perspektiven für die kommenden Jahre bietet.

Fazit

Mit mehreren Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, einem deutschen Altersklassenrekord, internationalen Normzeiten sowie zahlreichen Finalplatzierungen präsentierten sich die sächsischen Stützpunkte bei den Deutschen Meisterschaften 2026 als Einheit im deutschen Schwimmsport. Die Ergebnisse unterstreichen die erfolgreiche Nachwuchs- und Leistungsarbeit im Freistaat und geben ein positives Signal für kommende internationale Aufgaben.

 

Mitja Bauer beim Start über 100 R (Foto: M. Seifert)

Lise Seidel beim Gewinnerinterview nach 100 R (Foto: M. Seifert)

Louis Schubert und Leni von Bonin mit den Medaillen über 200 S (Foto: M. Seifert)

Yara nach ihrem Erfolg über 100 S (Foto: M. Seifert)